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Das Informationsangebot zu Entstehung, Entwicklung und Mangement von Konflikten ist riesig. Interessierte finden in einschlägiger Literatur und im Internet eine Vielzahl von Fachbegriffen, Begriffsdefinitionen, Philosophien, Denkschulen, Praxistipps und Dienstleistungsangeboten.

Zwischenzeitlich dürfte der Begriff der Mediation der häufigste Suchbegriff in Zusammenhang mit Konfliktlösung und Konfliktbereinigung sein. Eine Google-Suche nach „Mediation“ liefert (18.12.16, 20.52 Uhr) 42,6 Millionen Treffer, nach „Definition Mediation“ immerhin noch 26,7 Millionen Treffer. Mediation scheint der zentrale Bezugspunkt beim Thema Konfliktmanagement zu sein. Es entsteht der Eindruck, dass Mediation das „Universal-Rezept“ zur Lösung für Konflikte jeder Art ist. Dabei ist Mediation ein Verfahren mit festen, definierten Prinzipien, Techniken und Durchführungsphasen, das in der Regel nur bei hocheskalierten Konflikten zum Einsatz kommt.

Ein plastisches und gut verständliches Modell zur Intensität von Konflikten sind die von dem Konfliktforscher und Organisationsberater Friedrich Glasl beschriebenen 9 Konfliktstufen. Der Einsatz eines „klassischen“ Mediationsverfahrens kann hochwirksam sein, ist aber in der Regel nur im Bereich der Konfliktstufen 4-6 zielführend.